Last Frontier Heliskiing

Grenzenloser Spaß im größten Skigebiet der Welt

Die Geschichte von Last Frontier Heliskiing begann eigentlich schon im Jahr 1968 – und zwar in der Grand Duc Mine in der Nähe von Stewart in British Columbia, Kanada. In dieser Mine wurde kein Gold gefördert, obwohl das in dieser vom Goldrausch des 19. Jahrhunderts geprägten Region naheliegt. Vielmehr handelte es sich um eine Kupfermine, für die der Lawinenschutz verbessert werden sollte. Für diese Arbeiten suchte man einen Sachverständigen. Es meldete sich ein gewisser Herb Bleuer, seines Zeichens Bergführer aus der Schweiz und erst seit kurzem im Land. Angesichts der grandiosen Landschaft verbrachte Herb den meisten Teil seiner Freizeit mit Skitouren in der Umgebung. Daran fand er so viel Gefallen, dass er sich in British Columbia als Heliski Guide verdingte. 25 Jahre davon war er in der Gegend um Whistler tätig. 

1994 kamen vier Männer in die Gegend. George Rosset, Franz Fux, Mike Watling und Geoff Straight waren auf der Suche nach dem perfekten Ort für ein Heliski-Unternehmen. Sie trafen Herb Bleuer, der ihnen begeistert von der Bergwelt im äußersten Nordwesten Kanadas berichtete. So fanden die Vier den Ort Bell 2 Lodge, der damals lediglich aus einer Raststation mit Tankstelle bestand. Hier stärkten sich Reisende auf ihrem Weg nach Alaska. Das Erfreuliche an Bell 2 – der Name steht in der US-amerikanischen Umgangssprache für „Brücke“ – war die Tatsache, dass sich der Ort genau in der Mitte eines gigantischen Skigebietes befand: Last Frontier Heliskiing war geboren! Nach zwei Testjahren kauften die Partner die Bell 2 Lodge und starteten 1996 eine achtwöchige Probesaison. 2005 wurde der Standort Ripley Creek Inn in Stewart, B.C. erworben, um auch im Süden des Gebietes gut aufgestellt zu sein.

Heute ist Last Frontier Heliskiing einer der drei größten Heliski-Anbieter Kanadas mit dem umfangreichsten Heliski-Gebiet der Welt, das sich über eine Fläche von fast 10.000 Quadratkilometer erstreckt – mit über 800 Abfahrten, die teilweise noch nie ein Mensch befahren hat. Hier finden sich vor allem hochalpine Hänge, aber auch atemberaubende Waldabfahrten.  

Exklusiver Ski fahren: nur 4 Personen pro Gruppe

Heliskiing ist an sich schon keine Massenveranstaltung, doch Last Frontier Heli Skiing bietet wahre Exklusivität: In der Bell 2 Lodge z. B. wohnen maximal 36 Gäste, die Heliski-Gruppen sind auf nur vier Personen beschränkt. Sie fliegen in Helikoptern vom Typ Eurocopter A-Star 350 B3 – Maschinen, die berühmt sind für ihre Leistungsfähigkeit: Während die Leistung „normaler“ Hubschrauber ab etwa 3.500 

Metern nachlässt, wurde dieser Typ schon für Rettungsaktionen im Himalayagebiet auf 7.000 Metern Höhe eingesetzt. Ein weiteres, einzigartiges Merkmal Last Frontier Heli Skiing ist die Höhenmeter-Garantie: Man bezahlt nur die Höhenmeter, die man auch wirklich gefahren ist. Lassen die Wetterverhältnisse weniger Höhenmeter zu, erhält der Gast eine Rückerstattung von CAD 157,- pro 1.000 Höhenmeter. 



Das Skigebiet in Zahlen

Die Bell 2 Lodge, Basis von Last Frontier Heliskiing, liegt auf 550 Metern, während das Skigebiet selbst von 800 bis 2.600 Meter Höhe reicht. In der Gegend um Stewart, wo das Ripley Creek Inn beheimatet ist, kann man von 2.400 Metern bis hinunter auf Meereshöhe skifahren. Generell ist das Gelände von Last Frontier Heliskiing zu 60 % alpin geprägt, 40 % sind Waldabfahrten. Insgesamt stehen etwa 800 Abfahrten auf rund 9.500 km2 zur Verfügung. Pro Jahr fallen ca. 18 bis 20 Meter Schnee.

Kleine Gruppen

Je kleiner die Gruppe desto größer der Spaß. Deshalb wird bei Last Frontier Heliskiing mit maximal vier Skifahrern pro Gruppe gefahren. Auf diese Weise hat jeder Fahrer innerhalb der Gruppe erheblich mehr „Fläche“ zur Verfügung. Der größte Vorteil kleiner Gruppen ist aber, dass der Einzelne sein Tempo flexibler gestalten kann: Während die einen es eher gemächlich angehen lassen, sind andere mehr darauf aus, richtig schnell zu fahren. Kleine Gruppen bedeutet also vor allem: mehr Optionen.

Guides und Sicherheit

Alle Guides sind professionell ausgebildete Bergführer und Mitglieder der anerkannten kanadischen oder internationalen Bergführer Verbände (ACMG und UIAGM). Die Teilnahme an jährlichen Auffrischungskursen ist obligatorisch. Die Guides überwachen die Wetter-und Schneelage kontinuierlich und beraten diese mit anderen Fachleuten in British Columbia. Darüber hinaus finanziert Last Frontier Heliskiing ein Lawinen-Forschungsprojekt der Universität von Calgary.

Lawinenschutz – die Ausrüstung

Jede Gruppe führt einen Rucksack mit den elementaren Bergungswerkzeugen mit sich: eine Schaufel, eine Sonde, ein Ersatz-Funkgerät und ein Erste-Hilfe-Set. Außerdem werden alle Gäste mit einem Mammut Barryvox Lawinensuchgerät ausgestattet und in der Bedienung unterwiesen. Ebenfalls obligatorisch ist der ABS Airbag: ein kleiner Rucksack, der sich durch Ziehen einer Reißleine aufbläst, um bei Lawinen das Risiko einer kompletten Verschüttung zu verringern.

In der Wildnis zu Hause

• Bell 2 Lodge

Die Basisstation von Last Frontier Heli Skiing liegt auf 550 m Höhe. Ein idealer Ort, um die Skeena Mountains unter die Bretter zu nehmen – und um sich von einem anstrengenden Freeride-Tag zu entspannen. Hier erwarten Sie rustikale und gleichzeitig luxuriöse Chalets im Blockhaus-Stil, die sich um die Hauptlodge gruppieren. Jedes Chalet besitzt vier sehr geräumige Doppelzimmer mit Badezimmer, Specksteinofen und Balkon. Von dort aus können Sie mit etwas Glück Elche und Wölfe beobachten, die auf ihrer Reise durch die kanadische Wildnis hier vorbeistreifen. Mittelpunkt des Hüttendorfs ist die Hauptlodge. Dort ist neben dem Restaurant und der Lounge-Bar auch der Wellnessbereich der Bell 2 Lodge untergebracht, der von Sauna über Massage und Whirlpool alles bietet, was beanspruchte Freerider-Muskeln benötigen. Das Restaurant serviert Feines und Deftiges aus der kanadischen Küche – und das Bier befriedigt selbst hohe, deutsche Ansprüche.

• Ripley Creek Inn

Goldgräberfeeling gefällig? Dann liegen Sie im Ripley Creek Inn am Fuße der Coast Mountains genau richtig! Hier in dem ehemaligen Goldgräberort Stewart, nur 3 Kilometer von der Grenze zu Alaska entfernt, sieht vieles noch so aus wie vor 100 Jahren. Ein liebevoll restauriertes Städtchen. Das Hotel bietet allen Komfort – Bad, WiFi, Telefon und TV sind für jedes Zimmer obligatorisch. Im Bitter Creek Café gegenüber können Sie sich mit den wahrscheinlich leckersten Seafood-Gerichten Kanadas verwöhnen lassen, oder Sie genießen landestypische Spezialitäten. In Stewart sind selbst Downdays, also jene Tage, wo der Heli aufgrund schlechten Wetters nicht aufsteigen kann, ein Erlebnis: Sie können eines der historischen Museen besuchen, nach Hyder fahren oder in den Pubs mit Einheimischen ins Gespräch kommen. Vielleicht lernen Sie ja den Nachfahren eines Goldgräbers kennen!



Für jeden das Richtige: unsere Reiseprogramme

Ganz gleich, ob Sie ein Racer sind oder lieber genüsslich die Hänge im Tiefschnee hinunterschwingen: Last Frontier Heliskiing macht alle glücklich. Die Programme sind so gestaltet, dass auch konditionell weniger starke Personen Spaß haben können. Ein gewisses Können sollte man allerdings voraussetzen – Tiefschneefahren ist generell anspruchsvoller als „gewöhnliches“ Skifahren. Dies gilt vor allem für die Ripley Creek Programme.