Ostern im Pulverschnee

Ostern im Pulverschnee – klingt schwerer als man denkt. Allein bei der Ankunft ist man durchaus der Überwältigung nahe. Unser Quartier für die kommende Woche, am Talende von Gressoney, ist direkt unterhalb von Dufourspitze, Lyskamm und Castor, drei der beeindruckendsten 4.000er der Alpen direkt vor unserer Nasenspitze.

Die ersten Tage sind vom Skifahren vor umwerfender Kulisse geprägt und ausschließlich leckerer Küche. Wenn man die Richtung nach Champoluc, via Betaforca wählt, hat man bald den Blick frei auf Matterhorn, Mont Blanc und Glacier du Trient. Auf der anderen Seite, unterhalb der legendären Margheritahütte (4.554 m), Richtung Passo Salati und Alagna hat man weite Hänge in Lärchenwäldern und guten Schnee bis auf über 3.000 m. Auch jetzt an Ostern finden wir nordseitig immer noch feinsten Pulver und auf den anderen Expositionen guten Firn.

Unser Highlight ist der Donnerstag, denn Donnerstag ist Helitag. Frank Henssler von den Guides MonteRosa begrüsst uns in der Früh und wir legen unsere Sicherheitsausrüstung an. Oberhalb der Betaforca geht unsere Gruppe mit dem Guide Daniele in den Heli und rauf auf über 3600 m. Den Vormittag nutzen wir für die Sonnenseite und den frischen Pulver der letzten zwei Niederschläge. Am Mittag kommt ein weiteres Highlight dazu. Die Abfahrt Betolina superiore nach Saint Jacques führt uns durch hochalpine Gletscherfelder und eine Weite die das Herz höher schlagen lässt.

Was Heliskiing in Europa so einzigartig macht? Ganz klar: Es findet in Italien statt! Das heisst, Dolce vita und sportliche Anforderung bis auf über 4.000 m. Eine Mischung wie sie schwer vergleichbar ist.

Wir haben schon wieder gebucht! Allen Lesern noch viel Vergnügen im Firn und stay safe!

Text: Philipp Dobler