Reine Familiensache

50 Jahre AEROSKI

Fünf Jahrzehnte Leidenschaft für Tiefschnee

Ist Ski-Leidenschaft vererblich? Im Fall der Familie Erben kann man diese Frage nur mit ja beantworten. Dr. Pepi Erben, Gründer von AEROSKI, trug das Skifahrer-Gen schon immer in sich, und er hat es an seine Kinder weitergegeben. Vor allem an seinen Sohn Veit, der das Unternehmen heute leitet. 

Die Geschichte von AEROSKI begann lange, bevor seine Kinder geboren wurden, eigentlich kurz nach dem Krieg. Damals trainierte Pepi als Mitglied der deutschen Ski-Nationalmannschaft für die Olympischen Winterspiele. Die Anreise zu den Trainingsorten mit Auto oder Bahn empfand er als sehr beschwerlich. So wurde schon damals der Heliskiing-Keim gelegt, auch wenn Pepi sicher nicht an Hubschrauber dachte. Und es sollte auch noch viele Jahre dauern, bis er seine Idee verwirklichen konnte.

Olympiasieger Jean Claude Killy mit Pepi Erben

Es war im Winter 1967, als Pepi erstmals eine Flugreise zum Skifahren nach Zell am See organisierte. Mit dem Flugzeug zum Skifahren war damals ein absolutes Novum! Gäste waren vor allem amerikanische GI’s und US-amerikanische Lehrerinnen. Die Resonanz war überwältigend, und so standen am Ende dieses Winters zehn Ski-Flugreisen auf der Liste. Pepi entschied sich, sein Hobby zum Beruf zu machen – AEROSKI war geboren. 

Doch Hubschrauber kamen erst 1975 ins Spiel. In diesem Jahr las der rührige Reiseveranstalter einen Artikel über den österreichischen Auswanderer Hans Gmoser, der mit seinem Unternehmen Canadian Mountain Holidays, kurz CMH, Heliskiing in Kanada anbot. Pepi war fasziniert von der Möglichkeit, selbst abgelegene Skigebiete schnell erreichen zu können. Mit viel Herzblut und Pioniergeist begann er, seinen Traum zu verwirklichen. Ein Jahr später war es dann soweit: Als erste Reisegruppe aus Europa flogen 40 Teilnehmer mit Dr. Pepi Erben in das Cariboo-Skigebiet nach Kanada – und füllten dort eine komplette CMH-Lodge. Es war nicht weniger als eine Sensation. Und ein Erfolg dazu, denn es sprach sich schnell herum, wie viel Spaß Heliskiing in Kanada macht. Schon 1976 flog Tiefschnee-Pionier Pepi mit drei Gruppen nach Kanada, 1980 bereits mit 48!

Bis heute haben rund 20.000 Heliski-Fans die Reisen in die CMH-Tiefschneegebiete mit AEROSKI genossen. Doch längst ist CMH nicht mehr der einzige Partner. Inzwischen können Tiefschnee-Fans an vielen weiteren Zielen ihrer Abenteuerlust frönen – in Alaska, im Kaukasus, in Italien oder Island. Dabei versteht es sich von selbst, dass Veit Erben jedes Ziel persönlich getestet hat und die Skireisen sehr oft selbst begleitet. Denn die Leidenschaft, die er von seinem Vater geerbt hat, lässt ihn nicht los. Und es sieht so aus, als ob auch Veit das Heliski-Gen an seine Kinder vererbt hat. In diesem Sinne – auf die nächsten 50 Jahre!

Oktober 2016