VAL FORMAZZA

Exklusiv, flexibel und absolut schneesicher

Skifahren in Italien hat seine besonderen Reize: gut, schnell und flexibel erreichbar, phantastisches Essen und herrliche Weine – und dazu noch lange Abfahrten und traumhafte Ausblicke auf die Viertausender. Wir haben mit Frank Henssler gesprochen, der als Guide in Val Formazza mit den Gästen unterwegs ist und die Vorzüge der Region bestens kennt.

Frank Henssler, was macht denn das Besondere dieses Skigebietes aus?

Zunächst einmal sind es die vielen Möglichkeiten, die man hier findet und die fast an kanadische Verhältnisse erinnern. Doch das wirklich Einmalige ist die Exklusivität, die Val Formazza bietet: In dem reinen Heliski-Gebiet ist man natürlich völlig unter sich. Und dazu trägt ja auch das Hotel mit Lodge-Charakter bei, das nur sechs Doppelzimmer hat. Und wer mag und es noch individueller liebt, kann die Unterkunft auch exklusiv buchen.

Das klingt sehr interessant. Wie groß - oder eher klein – sind denn die Gruppen?

Wir haben maximal drei Gruppen mit vier Personen pro Woche hier, das macht es natürlich sehr angenehm für alle. Da kann auf fast jeden Wunsch und jedes Bedürfnis sehr individuell eingegangen werden. Hinzu kommt noch, dass wir die Einzigen sind, die hier mit dem Helikopter fliegen dürfen.

Wieso denn das?

Eigentlich ist das hier eine speziell geschützte Zone und der Personentransport ist verboten. Doch wir haben eine Ausnahmegenehmigung und dürfen von Saisonbeginn bis in die ersten Märztage hinein fliegen.

Stichwort Umwelt: Was tun Sie dafür?

Im Rahmen dieser Ausnahmeregelung beteiligen wir uns an Studien der Uni Turin, die die Umweltverträglichkeit von Heliskiing auf die Flora und Fauna untersuchen. Dabei wird z.B. festgehalten, welche Tiere sich wann und wo bewegen und ob sie möglicherweise gestört werden. Da hatten wir bislang immer eine sehr positive Bilanz und können mit Fug und Recht sagen, dass Heliskiing zum sanften Tourismus gerechnet werden darf.

Und wie sieht es mit der Nachhaltigkeit aus?

Wir haben sehr engen Kontakt zu den Menschen hier vor Ort und arbeiten ausschließlich mit lokalen Anbietern wie Bergführern, Hotels und Helikopterunternehmen zusammen. Da sehen wir eine positive Entwicklung, die der gesamten Region zugute kommt und auch für viele die Zukunft hier sichert.

Was meinen Sie: Warum kommen Heliskier so gern hierher?

Mal abgesehen vom kulinarischen Angebot, das in Italien naturgemäß immer wunderbar ist, gibt es ganz konkrete Vorteile, die die Gäste zu schätzen wissen. Zum einen ist es ganz klar die Schneesicherheit, mit der wir hier aufwarten, denn die Region ist eine der schneereichsten in den ganzen Alpen. Der Schnee fällt sowohl aus Süden als auch aus Norden und beschert uns verlässlich jedes Jahr Schneehöhenrekorde. Zum anderen lieben viele das hochalpine Gelände mit seinen Toplandeplätzen und den herrlichen Blicken auf die kolossalen Bergriesen rings- um. Sehr lange Runs und ordentliche Höhenunterschiede bis 1.400 Meter sind schon etwas Besonderes. Und nicht zu vergessen die Gletscher, die kaum Spalten aufweisen und darum gut befahrbar sind.

Und praktisch scheint es obendrein zu sein, oder?

Keine Frage – wer nach Val Formazza kommt, will flexibel sein und sich entschei- den können, ob er mit dem Auto oder dem Flieger anreist, denn beides hat ja Vorteile. Außerdem haben wir für Downdays auch interessante Ausweichskigebiete, die in

einer Stunde erreichbar sind. Und wer sich für Catskiing interessiert, für den haben wir auch etwas im Programm. Val Formazza lässt also wirklich keine Wünsche offen und bietet eine reiche Palette an Möglichkeiten, ganz nach dem jeweiligen Geschmack. Und mit größtmöglicher Flexibilität. Was will man mehr?

Vielen Dank, Frank Henssler, für das informative Gespräch.